Update – dringend nötig ;)

hallo zusammen

jaaaaaa – es lebt noch – boah war ich lange nicht mehr auf meinem Blog. Aber die Geschehnisse haben sich seit Oktober letzten Jahres fast förmlich überschlagen.

Begonnen hat alles mit einem Vorstellungsgespräch bei dem ich von Anfang an ein gutes Gefühl hatte und siehe da: voilà, ich hab den Job bekommen und bin endlich wieder in meinem Beruf untergekommen. Und noch dazu ist es ein Job geworden, der absolut wie für mich gemacht scheint und nur auf mich gewartet hätte. So bin ich also seit gut einem halben Jahr jetzt wieder GL-Assistentin und fühle mich in dem neuen kl. Team, welches wir bilden total wohl.

Es zahlt sich halt doch aus, nie wirklich aufzugeben und immer dran zu bleiben. Nun hab ich zwar um einiges weniger Zeit für mein geliebtes Hobby, das moderieren in der Hörbar, aber es gibt ja noch Wochenenden und Feierabende, die gefüllt werden müssen 😀

Kaum hatte ich den neuen Job hiess es auch schon von Seiten meines Vermieters, dass ich zu meinem Geb. am 01.12. auch in die neu renovierte Wohnung ziehen kann (die meiner alten genau gegenüber auf dem Flur liegt und 1 Zimmer mehr umfasst). Und auch das hat gepasst. Der Umzug über den Hausflur war mit zweien meiner starken männlichen Freunde auch rasch erledigt und so wohne ich seit Dez endlich in einer neu renovierten, modernen Wohnung (jaaaaaaaaa – ich hab endlich wieder ne Spülmaschine, das 21. JH ist bei mir angekommen ;)) ), schön hell und vor allem nach hinten zum Garten raus und nicht wie bisher direkt an der Strasse vorne.

Da kamen mir die paar Tage Freizeit zwischen Weihnachten und Neujahr genau richtig um nach all den  Neuerungen seit Okt. wieder etwas zu relaxen, die neue Wohnung in vollen Zügen zu geniessen und abzuschalten.

Ich werde auch demnächst dann die neuen Bilder meiner Wohnung hier einstellen, dann habt ihr nen Vergleich zu der vorherigen 😉

Jedenfalls ist bei mir derzeit viel in Bewegung.

Noch erwähnen möchte ich das supertolle Phenomden-Konzert im Febr. im Volkshaus in Zürich. Mein bester Freund erzählte mir am Abend vorher so beiläufig, dass er da am nächsten Tag hingeht und ich so: Mist, ist Ende Monat und bei mir ists eng, sonst wäre ich da gerne mit. Er sofort: Echt, komm ich lad dich ein, dann gehen wir morgen abend zusammen. Und nach etwas Hin- und Herüberlegen, ob es bei mir klappt (musste auch meinen Sendeplan im Radio schnell durch den Kopf gehen lassen) hab ich dann seine Einladung angenommen und wir hatten am nächsten Abend einen echt tollen Abend.

Ich bin ja nicht so die, die viel in den Ausgang geht. Also war ich seit langem wieder mal abends in Zh unterwegs. Da ich zuhause schon gegessen hatte und nicht wusste, dass mich mein bester Freund auch noch zum Essen einladen wollte vorher, ging dieser noch schnell zu McDoof rein, sich noch was Schnelles zu Essen holen. Und da fing der Abend auch schon an für mich richtig amüsant zu werden.

Während wir also so bei McD anstanden (grosse Filiale mitten in der Stadt und mal wieder nur 2 Kassen besetzt) fiel mir auf, dass mir die Kassiererin dort bekannt vor kommt. Bei genauerer Betrachtung tat sie das auch. Vor gut 2 J war sie noch meine Vorgesetzte in einem mit Gourmillon-Punkten ausgezeichnetem Restaurant, wo sie einen auf Geschäftsführerin und Ihr Mann auf Chefkoch machte. Mein Grinsen wurde immer breiter, als ich sie nun hinter dem Tresen von McD stehen sah. Damals als meine Vorgesetze hatte sie das Arbeiten wirklich nicht erfunden – eher im Gegenteil – uns durch die Gegend scheuchen, ständig ne Zigi-Pause machen und dumm in der Gegend rumstehen, das war damals vorrangig so ihre Art. Und jetzt war sie am rotieren hinter dem McD-Tresen – was für ein Werdegang. Aber da ich sie nicht wirklich mochte damals und leider auch feststellen musste, dass sie alles andere als ehrlich immer war, hatte ich einen solchen inneren Vorbeimarsch als wir da Essen holten, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Ich hab mein Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen 😉 – Sie erkannte mich natürlich auch und fragte: oh hi Debbie, wie gehts dir denn so?? – ich: super, danke – hab wieder einen tollen Bürojob als Assistentin und wir gehen gerade ins Konzert im Volkshaus …. und selbst??? – sie: ja eigentlich gut – das wars dann auch schon mit der Konversation. Aber besser hätte dieser Abend gar nicht starten können und das Konzert hinterher war eh absolut der Burner – danke Phenomden und auch den Vorbands – allen voran Tom Swift (coole, swingige Musik)

So, das wars mal mit dem Update und mit einem neuen Lebenszeichen von mir 😉

bis demnächst dann wieder in diesem Theater

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von hoerbarchaotine

Wetten, dass …. – meine persönliche Nachlese

Am Samstag war es nun soweit – Wetten, dass… mit neuem Moderator Markus „Phrasendrescher“ Lanz flimmerte über den Bildschirm. Dieses Mal gab es sogar eine Warm-up-Sendung davor, wo ich mich schon im Vorfeld fragte, was das denn nun sollte? – das Sendeformat ist seit zig-Jahren bekannt und den neuen Moderator kennt man auch schon länger. Ok, zu dieser Zeit hatte ich selbst noch Sendung bei uns in der Hörbar bis 21 Uhr und konnte immer nur aus den Augenwinkeln schauen und bei meinen Musikblöcken kurz reinhören.

Das Timing meinerseits muss echt gut gewesen sein mit den Musikblöcken, denn pünktlich um 20.15 Uhr konnte ich dann reinschauen und hören und war etwas überrascht über den über 2-minütigen Vorschuss-Applaus des Publikums. Und ich kam auch gleich in den Genuss verschiedener Markus Lanz Plattitüden nachdem dieser abgeklungen war. Die Witze waren nicht nur schlecht, sie mussten auch noch vom Kärtchen abgelesen werden. Ich wollte ja Lanz echt mal ne Chance geben, denn ich bin nicht wirklich ein Fan von ihm. Ich beteilige mich eher immer während seiner Talk-Runden am späten Abend unter der Woche auf ZDF an dem ominösen Lanz-Trinkspiel auf Twitter http://lanztrinkspiel.blog.de/

Hier sind seine gern genutzten Phrasen hinterlegt – und würde man das Trinkspiel bei seinen Lanz-Sendungen mit Alkohol durchziehen, wäre man innerhalb kürzester Zeit Alkoholiker – ich hab schon mit Eistee danach immer einen totalen Wasserbauch 😉

Nun aber zurück zu Wetten, dass… und meinem Vorhaben Lanz eine Chance zu geben – wer weiss, vielleicht ist er als Showmaster besser als sonst als „Talkleiter“.  Und wie heisst es so schön, wenn man nichts erwartet, dann kann man auch nicht gross enttäuscht werden 😉

Die prominenten Wettpaten betraten zusammen mit den Kandidaten dann den Saal und – ohhh Schreck, was musste ich da sehen, das neue „SOFA“ der Nation. Da wollte das ZDF mal richtig auf die Kacke hauen und eine schwebende Bühne schaffen, auf der das Sofa (sofern man diesem Gebilde so sagen will) stand und durch die Halle in verschiedene Positionen fahren konnte. So kam das Publikum im Saal immer mal wieder in den Genuss der Rückenansichten der Promis auf der Couch. Meiner persönlichen Meinung nach eine absolut respktlose Handlung gegenüber eines Publikums!! – ein NO-Go.

Auch die Neuerung, dass alle Wettpaten schon zu Beginn der Sendung auf dem Sofa zusammen Platz nehmen, erinnerte schwer an die Lanz-Talkrunden – nur dass Lanz bei Wetten, dass… damit sichtlich überfordert war.  Auch die Gäste hatte man schon x-Mal vorher bei Gottschalk auf dem Sofa gesehen. Und auch dass Cindy aus Marzahn als Assistentin zu agieren versuchte, war nicht wirklich lustig oder unterhaltsam. Irgendwie schwankte die Sendung zwischen Langatmigkeit und Hektik – das ist mir zumindest geblieben.

Und wenn das nicht schon genug gewesen wäre, dann kamen auch noch „lahme“ Wetten dazu, die das Ganze nicht besser machten. Entweder waren sie wirklich langatmig (was der gute Tommy immer mit irgendwelchen coolen Sprüchen dann auflockerte – da vermisste man ihn dann doch schon….) oder einfach langweilig. Für Erheiterung sorgte dann der skuril-witzige Auftritt der Kinderwette – denn der Junge kannte nicht nur alle Haltestellen der Berliner S-Bahn mit deren Verbindungen, sondern auch aufs Wort genau die Ansagen in den Zügen an den einzelnen Haltestellen. Allein das: Nächste Statiooooooonnnn klang einem noch lange im Ohr nach….. Ich schwankte dabei zwischen Erheiterung und Schrecken – denn ich wollte nicht, dass mein Sohn sich derartig benimmt, wenn ich ehrlich bin. Aber man hatte was zu lachen.

Twitter ist eh schon bevor die Sendung anfing unter dem Hashtag #wettendass fast explodiert, aber nach Startschuss der Sendung ging dort echt der Punk ab. Eigentlich hat der Shitstorm auf den sozialen Netzwerken Markus Lanz und Wetten, dass… eine solche Einschaltquote beschert, denn die Mehrzahl der Tweets waren definitiv negativ, sowohl zum Sendeformat als auch zum Moderator und wurde somit von diesen Leuten nur geschaut, um auf den social medias ablästern zu können. Ich nehme mich dabei keinesfalls aus.

Gänzlich Lanz die Show gestohlen während der Sendung hat der Schauspieler Wotan Wilke Möhring, der um ein vielfaches mehr Showmasterqualitäten ausstrahlte, als Lanz neben ihm. Bezeichnend auch, dass Herr Möhring dann Lanz einfach mal die Moderationskärtchen weggenommen hat und die Wette selbst anmoderierte. Also für mich hatte Wotan Wilke Möhring einiges mehr drauf, als man ihm bislang so gab – und er sollte echt mal darüber nachdenken, ob er seine Berufsperspektive über das Schauspiel hinaus nicht doch erweitern möchte.  Und sogar die knappen, vielsagenden Kommentare von Karl Lagerfeld hatten mehr Unterhaltungspotential, als die abgelesenen Witzchen von Herrn Lanz.

Kann auch sein, dass wir mittlerweile alle ziemlich überfressen sind, was Showformate betrifft und Wetten, dass… einfach ganz generell nicht mehr so zeitgemäss ist. Ich für meinen Teil habe am Samstag abend schon einen Teil meiner Jugend sterben sehen. Herr Lanz hat in seiner Sendung Politiker immer gerne die K-Frage gestellt – er hätte sich auch mal die Frage stellen sollen, ob er Showmaster in einer grossen Sa-Abend-Sendung kann. Denn dafür braucht man Charisma – etwas was dem Herrn Lanz in jeglicher Form abgeht. Auch wenn er die Jacke auszieht und die Hemdsärmel hoch krempelt, den Stock im A…. hat er deshalb immer noch. Schade, dass man Wetten, dass… nicht würdig nach dem schrecklichen Ereignis und dem Weggang von Gottschalk eingemottet hat und sich ein neues Sendeformat für den Samstag abend überlegte. Ich kann mich täuschen, aber ich vermute, dass es sich so nicht lange hält. Frank Elstner sass den ganzen Abend über in der 1. Reihe und ich hätte manchmal gerne in seinen Kopf geschaut, was er von all dem jetzt so hält.

Aber man kann mich auch eines besseren belehren und das Format besteht weiter und ist erfolgreich…. – ich hab ja keine hellseherischen Fähigkeiten – nur meinen gesunden Menschenverstand 😉

Seine Einschaltquote lag diesmal bei über 40% – ob das beim nächsten Mal auch noch der Fall sein wird, bezweifle ich sehr stark – oder es sind wieder genügend Shitstormer im Netz unterwegs und im Programm keine wirkliche Alternative, dann könnte er es auch in der 2. Sendung schaffen Quote zu machen. Ich war bei dem Ganzen echt froh, dass ich ausser nebenbei zu twittern, bei uns in der Hörbar bei tinas Online-Spiel: Mensch, freu dich (wie Mensch ärgere dich nicht – nur auf hörbarianisch 😉 ) mitgespielt hab und mir so die Zeit bei dieser langatmigen Sendung vertreiben konnte.

Was ich dem ZDF jedoch dringend anraten möchte, ist ihr Prominenten-Sofa nicht so zu platzieren, dass das zahlende Publikum im Saal nur die Rücken der Promis anschauen kann. Das ist wirklich nicht respektvoll gegenüber diesem.

Ob ich wieder reinschauen werde?? – ich weiss es ehrlich gesagt noch nicht – denn irgendwie begleitet mich Wetten, dass… nun schon über viele Jahre TV und ist ein kleines Stück meiner Kindheit/Jugend.

 

Tag Eins nach London 2012

Gestern also war der 1. Tag nach den tollen olympischen, aber noch inspirierenderen paralympischen Spiele. Und genau zu diesen möchte ich meine Gedanken der vergangenen 10 Tage Paralympics mal loswerden.  

Ich geb zu, dass ich mich auch selten bis gar nicht ansonsten für Behindertensport interessiert habe. Da geht es mir so wie den Medien, in denen diese Leute und Sportarten auch nur zu den Paralympics erwähnt werden. Und irgendwie find ich das seit London echt schade.

Allen voran hat aber das Londoner Publikum bei allen Wettkämpfen zu überzeugen gewusst (ok, beim Boccia der Schwerstbehinderten wars auch ziemlich leer – aber wohl die einzige Sportart, bei der dies passierte). Dieses Publikum war überragend, das Stadion und auch die Schwimmarena fast immer ausverkauft und man erlebte einfach, dass die sportlichen Leistungen immer gewürdigt und frenetisch bejubelt wurden. Gäbe es eine Medaille für die Zuschauer, hätten die Briten eine Goldmedaille mit Brillant-Einfassung verdient. Ich krieg bei den Bildern in meinem Kopf daran immer noch Gänsehaut.

Ach, Du hast gar nicht gemerkt, dass die Paralympics waren? – nun ja, auch das kann passiert sein, denn die Übertragungen fanden vorwiegend ab dem späten Vormittag bis in den Nachmittag hinein statt, also da, wo Normalbürger arbeiten gehen – es wurde sogar von der ARD (vielen Dank nochmals dafür, denn ihr wart zumindest dem ZDF dabei voraus) an ihren Übertragungstagen noch gegen Mitternacht eine Zusammenfassung der Entscheidungen vom Abend ausgestrahlt. Aber diese Präsenz wie die Olympioniken hatten diese aussergewöhnlichen, wirklich bemerkenswerten Sportler nicht. Also wenn man sich nicht, wie ich speziell dafür interessierte, dann konnte es einem auch entziehen, dass gerade noch die paralympischen Spiele statt finden.

Das war in Grossbritannien anders  – zum Glück für alle Athleten. Schon im Vorfeld wurden immense Werbungen, allein für die paralympics gestartet – Meet the superhumans – . Wer den Trailer dazu noch nicht kennt, dann unbedingt nachholen, denn allein dieser ist schon aussagekräftig genug. Zeigt er aber auch uns anderen, die ohne Handikap durchs Leben gehen, wie schnell es  passieren kann, dass das Leben von einem zum anderen Tag ein anderes ist, weil man z.B. in einen Unfall verwickelt wurde. http://vimeo.com/46021828

Auch der berühmte britische Humor kam mehr als einmal zu tragen, denn in ganz London hingen in den U-Bahn-Stationen Plakate mit dem Spruch der paralympischen Athlethen an die Olympioniken: Thanks for the warm up 😉 – ist doch herrlich, wie entspannt die Briten mit diesen Sportlern mit Behinderung umgehen. Sogar in die alten Londoner Taxis – die schwarzen Cabs – kann man mit Rollstuhl über eine eingebaute Rampe wunderbar ein-/aussteigen und mitfahren. Und auch Channel 4 berichtete sehr entspannt über die Alltagsprobleme von Behinderten (nämlich mit einem solchen Moderator), da ging es um die Benutzung der Prothesen, bis hin zu der Frage, woher der *Plopp* immer kommt, wenn man diese Prothesen entfernt – eine Entspannung bei diesem Thema, das ich mir auch gerne bei uns mehr wünschen würde.

Gehört ihr auch zu denen, die sich oft wegen Kleinigkeiten beklagen und sich nerven? – ja, auch ich gehöre da ab und an dazu und hab manchmal die Momente: Das Leben ist ungerecht……… daran wird sich sicherlich auch nichts ändern im Grossen und Ganzen, das werden wir immer wieder so empfinden. Aber seit ich bei der Berichterstattung über die Schicksale der dortigen Sportler erfuhr und sah, was für immense Leistungen sie da abrufen, da hat sich meine Perspektive doch um einiges verändert.

All die Sportler hier aufzuzählen, die mich in den vergangenen 10 Tagen Paralympics begeistert haben, das würde den Rahmen hier echt sprengen, denn das waren wirklich viele. Ausserdem muss ich zugeben, dass ich nicht jemand bin, der gut Namen abspeichert – sonst funktioniert mein Speicherchip im Kopf echt gut, aber bei Namen hat er irgendwie nen Virus 😉 – aber als ich als ebenfalls auch Rennsportfan den Namen Alex Zanardi hörte, da klingelte es auch bei mir. War das nicht der, der fast ums Leben gekommen wäre bei einem Horrorcrash? – ja genau dieser war es – nach 7 Wiederbelebungen und Amputation seiner beiden Unterschenkel oberhalb des Knies war sein Leben gerettet und Alex hat sich ins Leben zurück gekämpft – heute fährt er Handbike und gewann in London im Einzelzeitfahren Gold. Als ich diese Berichterstattung über ihn sah, da hatte ich wie so oft an diesen Spielen Gänsehaut und einfach nur ungeheueren Respekt und Hochachtung vor all den Athleten dort empfunden.

Ob Kriegsveteranen in vielen Mannschaften – Menschen, die durch Unfälle oder Krankheiten gehandikapt wurden, aber auch jene, die bereits im Mutterleib eine Behinderung davon trugen, sie alle haben uns in den letzten Tagen bewiesen, dass alles möglich ist und sein kann, wenn man mit einem eisernen Willen, Disziplin und einem Ziel wie den Paralympics vor Augen an etwas herangeht. Da wurde zu einem Diskuswerfer erzählt, dass die Ärzte ihm in der Diagnose offenbarten, dass er nie mehr gehen können wird und der in London in den Ring auf seinen eigenen Beinen lief. Da waren schon einige der heutigen Athleten an Punkten im Leben, wo sie mehr dem Alkohol oder Medikamenten verfallen waren und keinerlei Perspektiven mehr hatten, aber durch den Sport wieder zu sich selbst fanden und dieses Jahr um Medaillen gekämpft haben.

Da sah man aber auch Bilder, die man sonst soo auch bei Olympia nicht zu sehen bekommt. Nämlich dass so manchem Goldmedaillengewinner seine Medaille nicht so sehr interessierte, sondern dass dieser lieber seinen unterlegenen Gegner tröstete, bevor er selbst zum jubeln ausbrach. Da erlebte man kaum bis keine Rechtfertigungen wie bei den gehypten, unversehrten Sportlern (ich denk da nur an die Schwimmer des deutschen Teams bei Olympia 😉 ) warum die Leistungen nicht da waren etc. – da waren die Leistungen da. Und wenn ich mir die Flut der erzielten neuen Weltrekorde in den einzelnen Disziplinen ansehe, dann muss sich in den vergangenen 4 Jahren seit den letzten Paralympics in Peking irre viel getan haben, sei es bei den Prothesen, wie auch bei den Trainingsmethoden. Toll für die Athlethen. Da schwamm jemand ohne Arme um einiges schneller durch das Becken, als ich es jemals mit all meinen Gliedmassen könnte. Ich war einfach nur begeistert und das enthusiastische Publikum hat auch mit dazu beigetragen.

Ok – nun ist auch bei den Paralympics nicht alles Gold gewesen, was glänzte. So gab es einige Diskussionen um die Einteilungen der einzelnen Behinderungen in die verschiedenen Wettkampfklassen. Allein beim Weitsprung muss da dringend über die Bücher gegangen werden, denn der 2.Platzierte hätte praktisch mit seiner Behinderung über 12 Meter springen müssen, um an dem Führenden mit einer anderen Behinderung vorbei ziehen zu können. Ach ja, wenn wir schon beim Weitsprung sind, dann sollten wir den blinden Chinesen im Dreisprung nicht vergessen, der mit den Zuschauern regelrecht spielte, vor seinen Sprüngen http://www.youtube.com/watch?v=CTGk5_moWSc  – aber ganz generell muss an diesen Klassifizierungen echt gearbeitet werden.

Oder der Brasilianer Yohansson Nascimento, der nachdem er Gold (in neuer Weltrekordzeit)gewann, seiner Freundin mit einem kleinen Plakat einen Heiratsantrag machte. Als er einige Tage später bei dem 100 m Finale schon nach 30 m stürzte und dann humpelnd mit einer Zeit von über 1.30 Min ins Ziel kam, war er auf dieser Strecke getragen von Standing Ovations des gesamten Stadions und tosendem Applaus.

Solche Geschichten gäbe es noch viele zu erzählen aus den nun vergangenen Paralympics. Aber ich hoffe, dass wir auch jetzt, nachdem es nicht mehr ganz so präsent ist, weiterhin diese Bilder mit uns tragen und uns von diesen aussergewöhnlichen Sportlern inspirieren lassen.

Aber auch Fragen zum Doping (irgendwas mit eingeklemmten Hoden bei den Herren hab ich da mal gelesen etc.) und Technikdoping sind Begriffe, die bei den Paralympics fielen. So mancher war sauer, weil er die Leistung seines Gegners, der besser war als er, den neueren Prothesen bei demjenigen zuschob. Leider gabs auch solche Unsportlichkeiten – denn es ist dem Besseren richtig unfair gegenüber, ihn so runterzumachen, dass er nur durch die Prothese selbst so gut wäre – und das von einem, der selbst eine trägt  (auch da musste ich manchmal die Welt nicht mehr verstehen). Ok, die beidseitig beinamputierten haben tatsächlich einen Spielraum. Denn auch wenn anhand des Oberschenkels und der Arme die Grösse desjenigen ausgerechnet werden kann, so ist da meist ziemlich Spielraum nach oben (einer, der vor seiner Amputation eine Körpergrösse von 1.82 m hatte, könnte heute Prothesen tragen, die ihn bis 1.89 m gross machen, weil es so berechnet wurde) und dieser Spielraum wird dann halt auch gerne ausgenutzt (wer von uns würde es nicht evtl. auch so machen? …..). Dass damit natürlich eine grössere Schrittlänge erzielt werden kann und man dadurch im Vorteil ist, auch das war ein Knackpunkt dieser Spiele. Aber sie haben ja jetzt 4 Jahre Zeit an den Reglements für die Paralympics in Rio zu feilen.

Vielleicht schaffen sie es ja auch dann, ausführlicher in den öffentlich-rechtlichen Medien zu berichten. Ok, die Chance hätten sie schon in 2 Jahren bei den Winterspielen wieder – mal sehen, wieviel uns da präsentiert wird im TV. Und wie kompetent die Kommentatoren dann sind. Ok, die Abschlussfeier im ZDF wurde mal sehr angenehm nicht vom Kommentator zugequatscht  – auch wenn das schon fast ein Privat-Konzert von Coldplay war, als Abschlussfeier. Aber auch da musste ich ein paar Mal über Twitter lästern, denn wer fireflies mit dem Satz: das sind die sogenannten Feuerfliegen kommentiert, der hatte in Englisch echt nen Fensterplatz. Mich schüttelts immer noch- zumal man, wenn man schon kein Englisch kann schnell mal hätte googlen können als Kommentator und hätte dann festgestellt, dass es sich um Glühwürmchen handelt. Aber ich mag jetzt hier nicht über die Berichterstattung von ARD und ZDF lästern, wenigstens haben sie echt viel übertragen und somit mehr als Eurosport (der zu der Zeit nur die US-Open auf dem Zettel hatte) oder andere Sender. Auch unser liebes Schweizer Fernsehen hatte mit den Paralympics so gut wie nichts am Hut oder auf dem Sendeplan.

Ich weiss noch, dass als die deutschen Rollstuhlbasketballerinnen im Finale um Gold standen, mir sich der Gedanke auftat, dass wenn das jetzt die „normalen“ Basketballerinnen bei Olympia oder einem sonstigen Turnier wäre, man das gesamte Abendprogramm auf den Kopf gestellt hätte, um es live zu übertragen. Und seit ich Rollstuhl-Basketball jetzt ausgiebig verfolgt hab, eine Wahnsinns-Sportart, bin ich total davon begeistert. Aber so musste man warten bis zum nächsten Morgen (wenn man dann nicht da arbeiten musste), um das Spiel nachgeliefert zu bekommen. Ein total spannendes Finale (und was für ein Halbfinale gegen die Niederlande der deutschen Mädels *Respekt) und eine verdiente Goldmedaille für Deutschland und da war ich für einmal echt froh, derzeit arbeitslos zu sein, denn so konnte ich es sehen.

Und so wären wir wieder bei dem Punkt, dass ich immer mehr der Meinung bin, dass man den Zeitplan für Olympia um 2 Wochen erweitern sollte und die Paralympics in die olympischen Spiele integrieren. Wobei mir auch hier zu Ohren kam, dass  von Seiten der Olympioniken bzw. des IOCs auf diese strikte Trennung Wert gelegt werde. Sogar die olympischen Ringe mussten gegen das Paralympics-Symbol (siehe oben, die 3 Halbmonde) ausgetauscht werden, weil man hier klar stellen wollte, dass es KEIN Olympia ist. Was für ein Affront gegen all die beeinträchtigten Athleten. Was spräche denn dagegen, die paralympischen Disziplinen in einem grösser gesteckten Rahmen von Olympia unterzubringen? Dann gehen halt die olympischen Spiele statt 2 Wochen gut 4 Wochen – ohne Unterbrechnung dazwischen wie bisher und den paralympischen Athleten würde endlich die Aufmerksamkeit zu teil, die diese aussergewöhnlichen Menschen echt verdient hätten.  Vielleicht schaffen wir das ja irgendwann einmal – hier nicht mehr zu differenzieren.

So, das war mein Tag 1 nach den Paralympics und den grossartigen Wochen in London mit seinen Sportstätten. Ich hab die Zeit sowohl mit den Olympioniken als auch mit den paralympischen Athleten sehr genossen und danke an alle dort Beteiligten, dass ihr diese Spiele für uns alle unvergesslich gemacht habt, mit einer grandiosen Stimmung. Das war ein wahres Sommermärchen der britischen Art.

So – letzte Woche war ich ein paar Tage mal wieder bei meiner Familie im Urlaub und die Fotos etc. warten auch noch, in dieser Woche hier verarbeitet zu werden, also mach ich hier erstmal für heute Schluss – demnächst also mal wieder was Privates dann von mir 😉

Olympia – London 2012 – meine persönliche Nachlese

2 Wochen Olympia in London liegen hinter uns – und ich muss mich erstmal wieder dran gewöhnen, dass nicht jeden Tag toller Sport über den Bildschirm flimmert.

Schon die Eröffnungsfeier liess erahnen, dass die Tage in London für jeden zu einem Erlebnis werden sollten. London und Grossbritannien feierten sich zwar zum grössten Teil selbst, aber das in einer beeindruckenden und sehr poppigen Art. GB bewies schon da, dass es vor allem auch das Land guter Pop- und Rockmusik ist.  Ausserhalb des Musikprogramms hat mich besonders der coole Auftritt der sonst so steifen Queen Elisabeth II. beeindruckt- das war schon recht geil inszeniert. Aber auch das sonstige Rahmenprogramm war einfach nur toll.

Und dann erst diese Spiele 😉 – sogar das Wetter war mit den Sportlern in London, war doch fast durchgehend gutes Wetter auf der sonst so regnerischen Insel. Die kleinen Faux-pas und die Skandale hielten sich erfreulicherweise sehr in Grenzen und fielen kaum auf, so dass man wirklich den Augenmerk auf die sportlerischen Leistungen legen konnte. Und was gab es da alles an Superlativen – ob beim Schwimmen mit M. Phelps, welcher eine Medaillenflut mittlerweile sein Eigen nennen kann, was kaum so schnell zu toppen sein wird – oder Usain Bolt, der den Double-Triple holte und wieder einmal allen davon lief und es gäbe noch unzählige die man aufzählen könnte. Auch die Silbermedaille für D durch den Turner Marcel Nguyen war eine echt und tolle Sensation. Der spannende Finish beim Triathlon der Damen, wo unsere Schweizerin Nicola Spirig (die nur unweit von mir zuhause ist) nur mit einer Hunderstel-Vorsprung die Goldmedaille gewann, wird den Schweizern zumindest unvergessen bleiben.

Das Halbfinal-Tennisspiel zwischen Roger Federer und DelPotro wird wohl auch in die Olympia-Geschichte eingehen und war sicher an diesem Freitag nachmittag für die Schweizer Wirtschaft alles andere als zuträglich, hab ich doch von einigen meiner Bekannten und Freunden gehört, dass bei ihnen kaum einer mehr im Büro arbeitete und alle sich um einen Rechner mit dem Federer-Spiel versammelt hatten – spätestens ab dem 3. Satz sass wohl jeder wie gefesselt davor. Und in diesem 3. Satz wurde dann die Geduld aller echt auf die Probe gestellt – und endete letztendlich 19:17 für Federer. Diese Silbermedaille hat sich Federer echt verdient – und dass schliesslich dann DelPotro noch Bronze gewann, fand ich persönlich schön für diese Tennisschlacht im Vorfeld.

Auch die Wettkampfstätten in London waren einfach perfekt angelegt und so schaute sicher nicht nur ich, auch Randsportarten, die ich sonst nicht so beachte. Dabei hab ich dann auch gelernt, dass  einer der besten Mountainbiker der Welt aus der Schweiz kommt – was für ein Wunder bei unseren Trainingsbedingungen – Berge wohin man schaut 😉 – und er lieferte sich am letzten Wettkampftag dann auch noch ein wirklich spannendes Rennen um Gold – Am Schluss wurde es Silber – aber das hochverdient.

Die Wettkämpfe habe ich vorwiegend auf Eurosport oder auf SF2 geschaut – je nachdem was wo gezeigt wurde. ARD und ZDF habe ich meistens gemieden. Eigentlich schon von der Eröffnungsfeier an – wo ich bemerken musste, dass die ZDF-Kommentatoren ständig in jeden Musik-Act quatschten und einen „solchen Müll daher laberten“, dass ich sofort auf SF2 umschaltete. Und da ich auch beim Biathlon die Eurosport-Reportagen immer schon allen anderen vorzog (kennen die doch auch andere Nationen, als nur Deutschland und berichten auch darüber, was diese machen 😉 ), war irgendwie Eurosport DER Sender für mich in den letzten 2 Wochen.

Dass dieser Entschluss nicht der Schlechteste gewesen sein musste, konnte ich täglich auf Twitter nachlesen. Denn da regten sich unter den bekannten Hashtags wie #olympia #ard #zdf #london2012 der Grossteil der deutschen Twitterer über die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender sowas von auf, dass ich es gar nicht erst gross probiert hab. Ab und an hab ich mal zappender Weise den Quervergleich gestartet, was wo läuft – und an eine Szene mag ich mich noch recht gut erinnern: Als auf Eurosport und auch auf SF2 ein Leichtathletik-Vorrennen gezeigt wurde, kamen zur gleichen Zeit auf der ARD sackhüpfende Kinder vor der Queen 😉

Was ich aber am aller wenigstens an dem Verhalten der Leute versteh, ist, dass ich unzählige Male – und nicht nur ich – auf Twitter darauf aufmerksam machten, dass Eurosport noch als Alternative da wäre bei gewissen Übertragungen, so regten sich die meisten trotzdem lieber weiter über die Moderatoren und Kommentatoren auf ARD und ZDF auf, als den Sender zu wechseln. Kann mir dieses Verhalten mal bitte jemand erklären? – Am meisten fiel es mir wieder bei der Schlussfeier auf – eine gigantische Pop-Show, die wohl kaum mehr irgendwo zu toppen sein wird. Diese Schluss-Zeremonie hat mich so geflasht, dass sie ruhig noch ein wenig länger hätte gehen können 😉 Und anscheinend hatten die ARD-Kommentatoren nichts von den Kollegen vom ZDF aus der Eröffnungs-Show gelernt, sondern versuchten eher, nichtssagendes Gelaber in sämtliche Acts hinein noch übertreffen zu wollen. Zumindest nachdem, was ich auf Twitter so dazu lesen konnte, denn auch da habe ich Eurosport und einem angenehm zurückhaltenden Siggi Heinrich als Kommentator die Treue gehalten. Er liess die Show für sich sprechen zum grössten Teil und beschmiss einen nicht mit Informationen, die die Welt nicht braucht. Und auch da, dasselbe Phänomen: jeder regte sich auf, aber kaum einer reagierte mit einem Senderwechsel….. *gehört wohl zu den Dingen, die ich nicht verstehen können muss/will.

Also ich habe diese 2 Wochen in London mit den olympischen Spielen sehr genossen. Klar gabs auch hier und da den einen oder anderen kleinerern Skandal (z.B. die Badminton-Spielerinnen, die wegen Manipulation ausgeschlossen wurden – zu recht!) und auch ein paar unverbesserliche Dopingsünder waren wieder darunter. Aber im Grossen und Ganzen waren es sehr angenehme Spiele – mit einem tollen Publikum immer dazu.

Was noch zu wünschen bliebe?  Dass die Paralympics, die vom 29. August bis zum 9. September stattfinden, auch soviel Beachtung geschenkt wird und diese aussergewöhnlichen Sportler ein genauso rauschendes Fest für sich erleben – mit einer genauso hohen Zuschauerbeteiligung vor Ort und Berichterstattung in den Medien. Meine ganz persönliche Meinung dazu wäre ja, dass man die Paralympics in der heutigen Zeit absolut in Olympia integrieren sollte. Wenn man den Zeitplan der Spiele grosszügiger steckt, könnten diese bemerkenswerten Sportler auch darin untergebracht werden und Ihnen würde mehr Beachtung zu Teil, als durch dieses strikte Trennen. Aber vielleicht kommen die Verantwortlichen des IOC auch noch auf diese Idee. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

So – das wars von mir hier zu diesen herrlichen 2 Wochen Olympia in London 2012. In 4 Jahren dann wieder mit Samba-Feeling (und Zeitverschiebung ….) aus Rio de Janeiro.

Freundlichkeit? – Hilfsbereitschaft?

jaa – ich weiss, es ist wieder echt lange her, dass ich gebloggt hab – und ich gelobe Besserung.

Zu meinem heutigen Blog-Thema hat mich ein Chat-Gespräch während einer meiner letzten Sendungen inspiriert.  Als wir uns so neben meiner Sendung her über Freundlichkeit im Alltag und Hilfsbereitschaft austauschten.

Nun gehör ich ja auch zu den Leuten, die gerne mal älteren Personen helfen, oder einer Mutter mit Kinderwagen und und und  – und ich finde es selbstverständlich, dass dem so ist. Auch dass ich meinen Mitmenschen meist freundlich begegne, scheint heutzutage immer mehr zu irritieren, als dass es die Norm ist. Also ich finde es jedes Mal wieder erschreckend, wenn ich mich mit diesem Thema beschäftige, dass dem so ist. Ist es nicht eher ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, wenn es auffällt, dass jemand freundlich und hilfsbereit ist?

Konkret fiel mir das an einem Beispiel vor einigen Jahren auf, als ich mit meinem Sohn beim Einkaufen war und eine ältere Dame mich bat, ob ich nicht schnell was für sie aus dem Regal suchen könnte. Dies befand sich in einem anderen Gang und mein Sohn und ich begleiteten die Frau dorthin und sie erklärte uns, dass sie das Kleingedruckte nicht lesen könne und dass ich das doch bitte für sie machen soll, damit sie das Richtige mit nach Hause nimmt. Das hab ich zusammen mit meinem Sohn gern getan und sie danach auch noch gefragt, ob sie sonst noch Hilfe benötige, was diese verneinte. So haben wir uns verabschiedet und uns weiterhin dem Einkauf gewidmet. Einige Gänge später kam uns dieselbe ältere Dame nochmal entgegen und direkt auf uns zu. Als ich fragte, ob sie nun doch nochmal Hilfe brauche, verneinte sie wieder und sagte dann: Ich musste Ihnen jetzt einfach folgen und sagen, dass sie einer der hilfsbereitesten Menschen sind, die mir in der letzten Zeit begegnet sind und sich nochmal bedanken. Ich versicherte ihr, dass ich es gern getan habe und so gingen wir unserer Wege. Aber kurz darauf hörte ich mich zu meinem Sohn sagen: ist es nicht schlimm, dass Freundlichkeit sooo auffällt heutzutage, dass man sich dafür nochmal extra bedanken muss und er bejahte diese Frage nur. Denn auch ihn habe ich immer zur Höflichkeit und Freundlichkeit erzogen. Ein „Bitte* und *Danke* hat noch nie jemandem weh getan und kann doch sooooooviel bewirken. Und es ist überraschend, wie gross die Wirkung eines Lächelns beim Gegenüber sein kann, wenn man es nur mal ausprobiert.

Klar haben wir alle in unserem Leben nicht ständig was zu lachen und oftmals ist es schwer, sich auch noch um seine Umgebung Gedanken zu machen, wenn man selbst genügend belastet ist. Nur machen wir auch mit Griessgrämigkeit nichts an der aktuellen Situation besser – schon gar nicht, wenn wir unseren Frust evtl. dann noch an anderen raus lassen. Aber man kann sich vornehmen, mit einem Lächeln aus dem Haus zu gehen und sei es nur zum einkaufen und in dieser Zeit mal keine *schwarzen* Gedanken mit sich rumtragen. Dass wir, wenn wir aus dem Haus gehen, mal nicht den Ego-Trip fahren und auch den anderen neben und vor uns sehen. Dass wir bemerken, dass die alte Frau an der Treppe Probleme hat und ihr einfach mal ohne gross nachzudenken, helfen. Dass die Mutter mit dem Kinderwagen kaum in die Strassenbahn kommt bzw. heraus und ihr unter die Arme greifen. Und nicht erst, wenn wir darauf angesprochen und gebeten werden. Dass wir im Strassenverkehr nicht noch schnell über die Ampel huschen müssen in der Rush-Hour und die Kreuzung verstopfen, weils eh kaum weiter geht oder man immer wieder meint, dem anderen anhand des Statussymbols Auto zeigen zu müssen, dass man *der Stärkere* ist. Wir hätten soviele Möglichkeiten, einfach vielleicht an dem Tag jemandem ein Lächeln zu schenken und wie oft versäumen wir diese Gelegenheiten? Auch mir gelingt es nicht immer – aber doch in den meisten Fällen.

Wenn ich einen Wunsch hätte, dann den, dass sich einfach jeder, der dies liest, es sich zu Herzen nimmt und mit seiner Freundlichkeit und seiner Hilfsbereitschaft (auch mal bei nicht alltäglichen Situationen) diese Welt etwas wärmer macht.

Schliessen möchte ich diesen Gedankengang mit 2Versen von Kristiane Allert-Wybranietz:

Ein gutes Wort,

eine nette Geste…..

…ein Schritt

weiter ins helle Feld der Menschlichkeit.

Einmal auseinandersetzen im ruhigen Gespräch

Nicht einander zusetzen im Streit…

… ein Takt mehr in die Friedensmelodie.

Einmal etwas mehr geben,

ein wenig verzichten …

… ein Licht mehr in der dunklen Gerechtigkeitsecke.

Einmal mehr versuchen,

zu verstehen …

… ein Grad plus weiter fort vom Gefrierpunkt des Liebestherometers.

Einmal mit offenen Augen

durch die Welt gehen,

sehen, dass es noch andere

und anderes gibt …

UND DU SAGST, DU KANNST NICHTS TUN?

– – –

EIN ANDERER

Du siehst zu, wie ein anderer geschlagen wird. –

Wärst Du der Geschlagene,

würdest du den Umstehenden vorwerfen,

sie hätten nicht geholfen?

Du schweigst,

wenn ein anderer Unrecht erfährt.-

Wärst Du der Unrechterfahrende,

würdest Du den anderen klagen,

niemand habe für dich Recht gesprochen?

Du hast genug zu tun,

wenn ein anderer um Hilfe bittet. –

Und bist betrübt, erregt, wenn niemand

dir als Hilfesuchenden die Hand reicht?

Du bist auch

ein anderer

für die anderen!

In diesem Sinne verabschiede ich mich hier für heute – vielleicht denkt der eine oder andere mal über all das nach. Veränderungen fangen immer bei uns selbst an – mit dem Finger immer auf die anderen zeigen (siehe oben) bringt nichts.

bis demnächst hier wieder

was muss mein Leben doch langweilig sein :D

huhu – da isse mal wieder. Ja, ich weiss, es ist schon ne Weile her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet hab. Aber seither gab es für mich auch nicht viel, was es wert gewesen wäre, hier niedergeschrieben zu werden.Gestern dachte ich noch so bei mir: boooahhhh muss mein Leben langweilig sein, bald einen Monat nix Neues auf dem Blog – so kanns ja echt nicht weiter gehen.

Zum Einen hab ich meine Kurzbeziehung mit Sascha letzte Woche beendet 😉 – tja – den Haken an der Geschichte hatte ich irgendwie schneller gefunden, als erwartet. Wenns halt nicht wirklich passt, dann passts halt nicht. Irgendwie bin ich bei ihm zielstrebig auf so einen richtigen Macho getroffen, oder wie meine Schnuggita dazu sagte: Du hast aber auch ein glückliches Händchen für solche A………….:D – ja – anscheinend, denn die letzten Wochen liefen mehr nach dem Motto ab: Debbie hat parat zu sein, wenn sich der Herr dann mal meldet – und das kann er vielleicht mit 20-jährigen Hüpferchens machen, aber nicht mit mir. Ausgehen stand auch schon länger nicht mehr auf dem Plan, nur noch es sich bei mir gemütlich machen etc…… – neeee, das ist nun wirklich nicht Meins.  Und so kam, was unweigerlich kommen musste: das Ende. Schien ihn zwar ziemlich zu wurmen, aber das ist letztendlich nicht mein Problem. Mehr als ihm immer wieder sagen, dass ich mir ne Beziehung anders vorstelle, als Gewehr bei Fuss zu stehen, wenn der Andere grad mal Zeit für einen hat, konnte ich nicht, und das kam nicht an. Tja – vielleicht auch der Altersunterschied von 11 Jahren, die da mitspielen.

Also geniess ich wieder mein Single-Dasein mit Chico.  Als ich Sascha auch schon am vorletzten Wochenende von meiner Seite aus abgesagt hatte, weil ich mich in ein Projekt für die Hörbar gestürzt hatte, das ungeahnte Dimensionen annahm und ich die Zeit dafür brauchte, war dieser prompt total eingeschnappt (ich sollte dazu anmerken, dass er sich in der Zeit davor über ne Woche nicht mal per sms gemeldet hatte 😉 ) – und irgendwie war ich da von Schadenfreude beseelt durch meine Absage *zugeb *einbisschenschäm ;).

Ach ja – das Hörbar-Projekt 😀 – da hatte ich mir auch mal wieder so was ausgedacht, dass richtig gehend in Arbeit ausartete, aber auch ungeheueren Spass dabei machte. Da wir Moderatoren immer mal gerne die üblichen Verdächtigen in unsere Playlisten packen (schon aus persönlichem Gefallen), müssen wir uns ab und an was ausdenken, um uns selbst zu überlisten. Das war so die ursprüngliche Intention, als ich mich auf das Projekt: Casting-all-over-the-world gestürzt hab. Entstanden durch den Gedanken, dass es ja auf der ganzen Welt das Casting-Format: Idol, X-Factor, The Voice of…. und Popstars gab und gibt. So machte ich mal den Anfang und schaute mich in USA, UK, Australien, Canada, Frankreich, Deutschland und der Schweiz um, wer denn alles so durch die Casting-Shows hervorgegangen ist. Und schon da war ich platt, wieviele Künstler aus solchen TV-Formaten hervorgingen -obwohl ich zu dem Zeitpunkt  nur  die „Idol“-Formate dahingehend recherchiert hatte.

Was hiess: Excel-Tabelle anlegen mit all den Künstlern, Ihren Ländern und wann und bei was sie dabei waren oder gewonnen haben. Doch da ich ja gerne, wenn ich was mach, es auch vollständig machen möchte, war ich mit den Auswahlkriterien noch nicht so ganz zufrieden und begann mich im Internet schlau zu machen, wo überall genau diese Casting-Shows liefen und wer gewann – so verschlug mich meine Recherche bis in die letzten Fleckchen dieser Erde – Kasachstan, Malaysia, Indonesien, Arabische Emirate, Indien, Latein-Amerika, Skandinavien, Russland, Ukraine und und und – es ist echt gigantisch, wenn man sich das mal so verbildlicht, was casting-mässig so alles auf dieser Welt schon lief und läuft. Und nach dem ganzen Archivieren gings dann daran, Musik dieser Künstler zu finden, damit ich die auch senden kann – denn das ist ja der Hauptbeweggrund gewesen. So habe ich mich im Laufe dieser Recherchen durch kyrillische, hebräische, arabische und alle mögliche Arten von Schriftzeichen gesucht, bis ich einigermassen genügend Musik für 1-2 Sendungen zusammen hatte. Mittlerweile hab ich nun 382 Künstler in der Tabelle aus aller Herren Länder und mindestens genausoviel Songs dazu, wenn nicht noch mehr ;).

Diese Motto habe ich in meinen letzten 2 Frühschoppen-Sendungen gepackt – als musikalische Weltreise und ich glaube es kam ganz gut an, mal was anderes zu hören, als das was man sonst so im Radio hört. Ok, ok – klar waren auch da die üblichen Verdächtigen dabei: Leona Lewis, Paul Potts, Susan Boyle, Kelly Clarkson, Carrie Underwood, Olly Murs, JLS und und und – denn sie haben es mit diesen Castingformaten wirklich auch geschafft, sich eine Karriere aufzubauen. Spass hat es auf alle Fälle gemacht. Nun lass ich ein bisschen Zeit ins Land ziehen und werde bei Gelegenheit noch mal 1-2 Sendungen dann machen, aber erstmal ist wieder *normales* Radio-Programm dran. Aber da ich noch mehr als genug Gigabytes an Musik für solche Sendungen hab, gibt es davon sicher in der Zukunft nochmal die eine oder andere Sendung drüber.

Tja – und das hat Zeit beansprucht – was Mann irgendwie nicht verstehen konnte 😉 (dabei hatte ich von Anfang an gesagt, dass mir das Radio wichtig ist und ich dafür Zeit brauche). Aber es ist mir nicht schade um diese Zeit, denn zum einen war es echt total abwechslungsreich, das alles zusammen zu suchen und bei den ganzen Leuten reinzuhören und zum anderen hab ich gerade von dem was sich Zeit nennt, gerade genug 😉

Ansonsten mach ich abends gerade das, was wohl der Grossteil der Deutschen Bevölkerung macht (wenn ich nicht gerade sende, wie beim Deutschlandspiel gegen Dänemark 😉 )- ich schaue mir die Euro2012 an – twittere fleissig darüber und kann das ja aus Schweizer Sicht, ganz entspannt schauen. Klar fan ich auch noch ein bisschen für Deutschland – aber bei weitem nicht so, wie wenn jetzt die Schweiz spielen würde. Und tagsüber geniess ich das herrliche Sommerwetter über Zürich (sogar gestern bei den Gewittern hatten wir hier total Glück und lagen regentechnisch genau in dem Korridor, in dem es kaum Niederschlag gab.

So – das wars jetzt erstmal wieder hier für heute – bis demnächst wieder in diesem Theater 😀

Einblicke und Ausblicke :D- oder so

da isse mal wieder. Nein, ich werde mich heute nicht wie alle anderen zum ESC in Baku äussern. Ausserdem hab ich ihn praktisch immer nur kurz gesehen, denn ich hatte gestern meinen festen Scrabble-Abend in der Hörbar mit tina und all den anderen Buchstabenverrückten, die sich da immer treffen und so hab ich da immer nur mal in ner Pause reingeschaut. Also nein – ich äussere mich nicht zu all dem 😉

Eigentlich brachte mich unsere Hörbar-tina indirekt auf die Idee, doch einmal Einblick in meine Wohnung zu gewähren. Sie hat vorkurzem eine neue Küche eingebaut und uns dann in der Hörbar-Community an dem Ergebnis via Fotos teil haben lassen. Also mach ich auch mal eine kleine Führung durch mein schnuggeliges, kleines Zuhause. – bei einzelnen Fotos bitte ich die Qualität zu entschuldigen, irgendwie wollte da die Kamera auch bei mehrmaligen Versuchen kein scharfes Bild ausspucken :D)

Also, wenn man bei mir die Wohnung betritt, ist man auf meinem kleinen Flur, der auch von einigen meiner Bekannten, mein persönlicher Walk of Fame für Marilyn Monroe ist – ja ich bin schon ganz ganz lange Fan von ihr, wenn man dem so sagen kann. Mich faszinierte einfach ihr Leben und ich fand sie neben Audrey Hepburn, eine der schönsten Frauen auf der Leinwand.

   

Und so findet sich MM nicht nur im Flur bei mir wieder, sondern in der gesamten Wohnung immer wieder als grösseres oder kleineres Motiv. Wie man auf den Bildern schon sehen kann, wenn man vom Eingang rechts abbiegt, gelangt man in mein Badezimmer. Wobei das Wort Zimmer hier echt sehr grosszügig ausgelegt wurde 😀 – ich hab selten ein kleineres Bad gesehen und ich hab mich klar in 6 Jahren hier in der Wohnung auch irgendwie dran gewöhnt, aber da ich nur eine Sitzbadewanne hab, sind z.B. gemeinsame Duschen mit einem evtl. Partner gestichen :)) – allerdings hat es auch einen Vorteil, man kann darin kaum umfallen 😀

     

Geht man, wenn man durch die Wohnungtür geht nach links, kommt man an der Garderobe vorbei in die Küche und von da ins Wohnzimmer. Auch die Küche ist noch Standard der 80er-Jahre – also heisst meine Spülmaschine immer noch Debbie 😀 und auch der Herd ist noch echt altertümlich für die heutige Zeit (das Haus wird ja auch schon seit 2 Jahren auf der einen Hälfte renoviert – und keine Ende in Sicht…. – aber so wohn ich wenigstens günstig, bis zum Bezug der irgendwann einmal renovierten Wohnung auf der anderen Seite des Hauses 😉 ) – aber ich habs mir praktisch genug eingerichtet, so dass ich auch so richtige Kochorgien starten kann, wenn es mich da immer mal wieder überkommt. Dass ich jeden Tag für mich koche, habe ich mir eh angewöhnt, denn ich koch wirklich gerne. Auch eine besondere Vorliebe für Basilikum kann ich nicht absprechen, wie man an meinem Kräuterfenster sieht (manche bringe ich über mehrere Jahre – manche gehen schon nach Wochen ein – Basilikum ist echt ein Ding für sich – aber ich liebe dieses Kraut) – wie ich es überhaupt liebe, mit frischen Kräutern und Lebensmitteln zu kochen

       

Ich denke, dafür, dass ich die Gesichter auf den in meiner Wohnung verteilten Fotos, unkenntlich gemacht habe, wird jeder Verständnis haben. Auf dem grössten Teil ist mein Sohn drauf und was er im Netz veröffentlicht haben will über sich, das soll er selbst entscheiden – bei mir jedenfalls nicht.Ach ja – falls sich jemand fragt, was gerade in der Küche das weisse Pulver entlang der Schränke zu bedeuten hat – weil jeder, der mich besucht, fragt automatisch danach 😉 – das ist Backpulver um die Ameisen fern zu halten, die jedes Frühjahr (seit 6 Jahren mit unzähligen aufgestellten Köderboxen in der Zeit!! die nix brachten) sobald es wärmer wird, Einzug in meine Küche halten wollen und sich aufs Katzenfutter stürzen. Backpulver mögen sie nicht und so wird damit ihre Laufwege blockiert. Es sieht nicht supertoll aus, überall solches Pulver – aber es erfüllt seinen Zweck 😀

Von der Küche gelangt man, wie schon gesagt, ins Wohnzimmer. Das Brett auf dem Tisch beherbergt immer meine Puzzle-Fortschritte an dem jeweils aktuellen 1000er-Puzzle, welche ich schon bald im Akkord zeitweise mach, wenn mir die Laune danach steht. Denn der Unterbau des Bretts besteht aus bereits gemachten Puzzlen 😀 – da Chico eh immer und überall dabei sein muss irgendwie, hat er sich auch hier erstmal in den Weg gelegt 😀

      

Jetzt fehlt nur noch mein kombiniertes Zimmer Büro/Schlafzimmer. Von hier aus gehen auch meine Sendungen für die Hörbar on Air. Wie man sieht, hatte ich da gerade das F1-Rennen von Monaco am laufen nebenbei. Der kleine Sportfreak in mir halt :D. Da man eh schon viel zu viel Zeit meines Erachtens vor dem Rechner verbringt, habe ich den damals ganz bewusst ins Schlafzimmer gestellt, damit er ein bisschen aus dem Schuss ist 😀 – das war vor meiner Zeit als RadioModi 🙂 Aber dieser kleine persönliche Trick funktioniert trotzdem ganz gut immer noch.

   

So – das war der kleine Rundgang durch mein Reich 🙂 – ach ja – dabei kann ich gleich noch meinen Beziehungsstatus updaten 😀 – was sich so gut anliess anfänglich, hat sich in den letzten Wochen für mich doch so heraus kristallisiert, dass es keine grössere Zukunft haben wird mit Sascha. Was ich anfänglich noch für Nervosität hielt, stellte sich mittlerweile als Dauerhektik raus – sowohl beruflich als auch privat. Und da ich einen Ruhepol in meinem Leben brauch und nicht so ein unstetes Ding, das ständig überall und nirgends ist, wird sich das Ganze wohl in nächster Zeit ausplätschern. Noch tut er mir gut, wenn wir zusammen sind – aber da wir beide ganz verschiedene Vorstellungen von einer Partnerschaft haben, und das in elementaren Dingen, werden wir wohl in absehbarer Zeit getrennte Wege gehen. Und wie heisst es so schön: weine nicht, dass es vorbei ist, sei glücklich darüber, dass es passierte – und das bin ich wirklich. Er hat meinem Ego echt gut getan, das in der Zeit, als ich ihn kennen lernte, nicht gerade auf dem Höhepunkt war und die Zeit mit ihm zusammen geniess ich wirklich. Nur alles drum rum, das geht nicht zusammen. Gut ist man keine 14 mehr, auch wenn die Schmetterlinge kurz mal so flatterten, wie bei einem Teenie – aber man geht es halt in meinem Alter doch irgendwie kritischer und bedachter an, bevor man sich vor *blinder Liebe* wo reinstürzt.

Also werde ich weiterhin mit Chico hier vorrangig mein Leben teilen. Jetzt könnt ihr euch auch ein bisschen ein Bild von mir und meinem Lebensraum machen.

Und an alle, denen ich es noch nicht gesagt hab: wenn ihr mal Bock auf gute Musik (die nicht ständig in allen Radios rauf und runter dudelt) und coole Moderatoren habt – dann einfach immer abends die Hörbar einschalten.Oder am Wochenende und an Feiertagen auch schon morgens ab 10 Uhr mit einem kunterbunten Frühschoppen. Du möchtest das Programm aktiv beeinflussen?? – na dann los – ab zu uns und teil uns während der Sendung Deine Hörerwünsche mit – einfach mal reinhören und selbst beurteilen, ob es einem bei uns gefällt – wir freuen uns immer auf neue Zuhörer.

Ach jaaaaaaaaaaaaaaaaa – eins muss ich dann doch noch erwähnen – gestern am 26.05.2012 besiegte die Schweizer Nationalmannschaft die Deutschen mit 5:3!!!!!!!!!!! – das hätte ich zu Beginn des Spiels nicht mal zu hoffen gewagt. Und die Schweizer spielten einen echt schönen Fussball. Hätten sie so auch in der Euro-Qualifikation gespielt, dann wären sie im Juni dabei gewesen, aber da haben sie ja einen Fussball zusammen gekickt, den man sich fast nicht ansehen konnte. Und dann spielten sie gestern wirklich so, dass ich mich kaum losreissen konnte, obwohl ich noch einiges zu erledigen hatte. Das lässt für die Zukunft des Schweizer Fussballs echt hoffen, wenn sie an die gestrige Leistung weiter anknüpfen. Das musste jetzt einfach noch raus.

Und nachdem ich jetzt  nach dem F1-Rennen noch etwas das schöne Wetter geniessen will, hör ich hier für heute mal wieder auf und bis demnächst dann wieder. Schöne Pfingsten Euch allen noch.

 

von hoerbarchaotine

Toleranz und weniger Sensation heischen – das wäre mal was

eigentlich bezieht sich mein heutiger Post auf die Geschehnisse von vergangenem Dienstag, 15. Mai im Abendprogramm der ARD  – also zum einen um das als skandalträchtig mittlerweile verrufenen Relegartionsspiel zwischen Düsseldorf und Hertha und zum anderen um die danach stattgefundene Islam-Debatte bei Maischberger u.a. mit Wolfgang Bosbach, Michel Friedmann, Mathias Mattusek, Renan Demirkan, einer konvertierten Islamistin namens Kristiane Backer und dem Salafisten Imam Hassan Dabbagh.

Aber mal der Reihe nach, nachdem sich diese Eindrücke für mich etwas setzten. Da war erstmal das Fussballspiel, bei dem euphorische Fans (weil sie einen Pfiff, für den Abpfiff hielten) den Rasen vor Spielende stürmten. Mittlerweile hört man in der Berichterstattung von vorwiegend gewaltbereiten Fans, die das Spielfeld gestürmt hätten. Sicher ist, dass es ein Spiel, gerade auch für die Düsseldorf-Fans, deren Mannschaft es von der 4. Liga im Durchmarsch nach oben geschafft hat, war, dass viele Emotionen, egal welcher Art bei einem solchen Spiel frei setzten. Ich hab so in der 80. Spielminute zugeschaltet gehabt (weil Di eigentlich mein The Big Bang Theory-Serien-Abend ist, aber da ne Wiederholung kam) und mich schon für die Düsseldorfer und ihren Aufstieg gefreut. So sah ich auch die Szenen live am TV, wie die Fans ausser Rand und Band das Spielfeld überrannten. Aber was ich zum Grossteil sah, war die Freude über den gelaubten Aufstieg. Dass es darunter auch immer wieder Chaoten und gewaltbereite Mitlauf-Idioten gibt, ist leider auch Tatsache. Aber so wie es mittlerweile in den Medien hochgespielt wird, sooooo schlimm war es nicht. Und dass es eine gewisse Zeit braucht, bis dann diese Menschenmasse wieder auf die Plätze zurück gewiesen wird, weil eben noch nicht abgepfiffen war, ist auch klar.

Auch ich hatte mich gefragt, was denn wohl noch alles passieren könnte, nach dem Wiederanpfiff, wo die Leute gerade mal hinter die Aussenlinien standen, wenn z.B. plötzlich noch in der letzten Min. Hertha den Führungstreffer schiesst…. wie sicher sind dann die Spieler wirklich, wenn dann die bisher weitgehenst positiven Reaktionen umschlagen … z.B. Auch taten mir zu diesem Zeitpunkt einwenig die Düsseldorfer Spieler und Mannschaft leid, denn sie hatten eine tolle fussballerische Leistung geboten und jetzt könnten Ihnen die eigenen Fans mit Ihrem Überschwang noch einen Strich durch die Rechnung machen. Und genauso kams ja jetzt auch – am Mo entscheidet ein Gericht, ob das Spiel überhaupt gewertet wird. Ich fand es schade, dass ein solch tolles Fussballspiel, ein so unrühmliches Ende fand. Aber den Medien würde ich wünschen, dass sie nicht immer gleich auf Sensation und Skandal aus sind, sondern einfach mal objektiv hinschauen und auch so berichten. Der berühmte Elefant wird meines Erachtens sowieso immer mehr in den Medien aus der Mücke gemacht, weil wir halt alle kleine Voyeure sind……

Und dann kam die Maischberger-Sendung – und was man da zu sehen bekam, entbehrte jeglichen Respekts und Toleranz gegenüber der „Gegenpartei“. Die seit dem 11. September 2001 aufgekommene Debatte, ob alle Islamisten verkappte Selbstmordattentäter und Terroristen sind und jeder Kebap-Stand einen möglichen AlKaida-Stützpunkt beherbergen könnte, ging bei Frau Maischberger in eine weitere Runde. Schon seit 2001 empfinde ich diesen künstlich kreeierten Feind der gesamten westlichen Welt als übertrieben. Aber das haben uns die USA gut indoktriniert, dass der Islam das personifizierte Böse ist. Und zu meinem Entsetzen glauben immer mehr daran. Da wurde mal wieder diskutiert, ob der Islam nun zu Deutschland gehöre oder nicht – egal wie die Einzelnen darüber denken, aufgrund der vielen Muslime in Deutschland (und nach wie vor herrscht Glaubensfreiheit!!!!) ist er automatisch ein Teil davon geworden. Viel mehr stellt sich die Frage, wie man damit umgeht. Und das sollte mit Respekt und Toleranz vor einer anderen Glaubensgruppe geschehen. Das Christentum stellt sich für mich in der vergangenen Zeit irgendwie gerne auf ein Podest, welches uns sagen und zeigen soll, dass wir ja soooooviel besser glauben. Ich krieg dabei Krämpfe. Keine Religion ist besser als die andere oder der evtl. überlegen. Jedem sollte es doch wirklich gestattet sein, das zu glauben, was er will. Und nicht nur der Islam verfügt über radikal Denkende und Fundamenatlisten. Die finden wir auch in jeder Religion. Aber angefangen den Islam zu „verteufeln“ haben wir nach den Anschlägen in N.Y. – nachdem der jahrzehntelange Feind Russland ja für die Amis wegfiel, musste wohl ein neues Feindbild geschaffen werden und bedingt durch die Terrorakte, war der Boden für die Verfolgung der Islamisten weltweit gelegt. Das ist meine ganz persönliche Meinung und ich kann keinerlei Belege dafür erbringen, ausser meinem gesunden Menschenverstand und auch meiner Toleranz. Bald sind wir wieder in den Zeiten der Kreuzzüge, um ja jedem Andersgläubigen das Christentum einzutrichtern.

Was macht uns denn soviel besser, als die Muslime? Nichts – rein gar nichts. Wir glauben nur anders – was sollte daran verwerflich sein? genauso wie die Muslime, auch deren Glauben hat nichts Verwerfliches. Und schaue ich mir unsere Gesellschaft einmal so an, wie wir mit Familienverbänden umgehen, so werden uns alle Pflegedienste in Deutschland berichten, dass die überwiegende Zahl alter Leute, die betreut werden müssen, Deutsche sind, deren Familien sich nicht mehr für sie „interessieren“, weil eine Pflege vielleicht der Karriere im Weg stehen könnte oder man sonst keine Zeit hat, um sich um seine Eltern, Grosseltern etc. zu kümmern. Bei muslimischen Familien kommt selten ein Pflegedienst, weil dort Familienstrukturen noch funktionieren und man auch für die Alten da ist. Und dann fühlen wir uns überlegen? – Also ich mich nicht wirklich. Um dieses starke Familiengefühlt beneide ich diese Kultur manchmal sogar fast. Und so ging es auch am Di Abend bei Maischberger zu und her wie bei einem Hahnenkampf. Ich war stellenweise echt entsetzt, wie wenig Toleranz wir doch Andersgläubigen entgegen bringen. Vom fehlenden Respekt vor einer anderen Kultur und einem anderen Glauben ganz zu schweigen.

Klar bin ich auch nicht blind und taub und weiss, dass es viele radikale Islamisten gibt, es wird ja massig darüber berichtet, damit das Feindbild auch ja erhalten bleibt. Aber wie gesagt – es gibt auch andere radikale Gläubige, nur wird über die so gut wie nie berichtet und auch das Christentum hat Kreuzzüge mit Tausenden von Toten in Kauf genommen, nur um den „Glauben von Liebe und Frieden“ (was eine Ironie!) zu verbreiten. Nur weil die einige Jahrhunderte her sind, haben sie trotzdem statt gefunden. Und ein Satz, der mir bei solchen Diskussionen immer wieder einfällt ist: Krieg, ist der Terror der Reichen (was hatten wir jemals in Afghanistan zu suchen???? ) – Terror ist der Krieg der Armen. Vieles von dem, was wir heute erleben, haben wir mit unserer Islam-Hetze selbst hervorgerufen.

Und noch etwas, was mir immer wieder um die Kopftuch-Diskussion bei Muslimas durch den Kopf geht. Selbst im Christentum tragen Nonnen und Ordensschwestern einen sog. Schleier, um ihre Haare zu verstecken (da auch diese im Christentum als optischer Reiz für Männer gelten und sie nur dem Herrn (Gott) dienen). Niemandem würde in den Sinn kommen, dies zu untersagen!!! Nun tragen Muslima aus genau demselben Grund ein Kopftuch oder eine Verschleierung, aber darüber empören wir uns, wie wenn es das Schrecklichste auf dieser Welt wäre. Warum da nicht einfach einmal gleiches Recht für alle gelten lassen (vor einigen Jahrhunderten bedeckte auch eine christliche Frau meist irgendwie ihr Haar *dabei mal kurz anmerk).

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte für die Zukunft, dann wäre es wirklich genau diese Toleranz (die auf der gesamten Welt immer mehr abnimmt) gegenüber Menschen anderer Kulturen wieder eine mitmenschlische Ebene annehmen würde. Dass wir einander – egal welcher Hautfarbe, Religion und Herkunft uns wieder mehr Respekt entgegen bringen und nicht nur Phrasen dreschen, die wir irgendwo aufgeschnappt haben. Dass wir auf den anderen zugehen und dabei immer öfter unsere Vorurteile (wie der Name schon sagt, vor dem Urteil, dass man sich bilden kann, wenn man sich einmal drauf einlässt) zur Seite packen und einfach nur mal zuhören und sich dann ein wirkliches Urteil bilden. Dass wir selbst anfangen zu denken und nicht nur mitlaufen!

Mit diesen Wünschen verabschiede ich mich für heute und wünsche Euch allen da draussen ein schönes, sonniges und mitmenschliches Wochenende.

 

4. Geburtstag der HÖRBAR ;)

da isse wieder – erst hab ich noch überlegt, ob ich über das tolle DFB-Pokalendspiel von gestern abend bloggen soll – aber da „nur“ mein Sohn Dortmund-Fan ist und vermutlich auch so schon genug darüber geschrieben und gesprochen werden wird, lass ich das jetzt einfach und sag nur: Gratulation Dortmund, zu einem tollen Spiel und einem verdienten Sieg – nach 103 Jahren endlich mal das Double für Dortmund und das mit einer wirklich beeindruckenden Leistung.

Aber jetzt zu meinem heutigen Thema – am Donnerstag hatte die Hörbar ihren 4. Geburtstag, welchen wir heute mit unseren Hörern zusammen den ganzen Tag auf unserem stream feiern. 4 Jahre ist für ein Webradio schon mal ne richtige Hausnummer und zeigt, dass es auch in diesen schnelllebigen Zeiten doch auch hier noch Konstante gibt. Seit über einem Jahr bin auch ich mit dabei und ich fühle mich in dieser Gruppe von Moderatoren sehr wohl. Heute ist bereits meine 160. Sendung für die Hörbarianer und ich bin mir sicher, dass noch ganz viele folgen werden – wer sollte sonst die vorwiegend deutsche Hörerschaft über die tolle CH-Musik-Szene aufklären 😀

Klar machen wir heute kein „normales“ Programm (normal? – gibts das bei uns überhaupt jemals?? 😉 ) – jeder von uns Modis hat sich ganz bestimmte Dinge herausgesucht, um mit den Moderatoren und vor allem mit den Hörern diesen Geburtstag zu feiern. Erst wollte ich mich auf die CH-Hits des Gründungsjahres 2008 stürzen – aber dann kam mir vor 2 Tagen sozusagen die „Erleuchtung“ 😀 – warum nicht eine kleine Hommage an meine Mitmoderatoren machen – mit Songs zu jedem Einzelnen. Also so dass der Name desjenigen/derjenigen beinhaltet ist  und zu der Person auch noch passt. Und es hat sogar richtig gut geklappt, als ich in meinen Unmengen von Gigabytes Musik danach suchte und so bin ich mal gespannt, was denn der eine oder die andere von meiner Auswahl später hält. Ich grins mir jedenfalls jetzt gerade schon eins, wo ich dies hier schreibe 😀 – was die anderen Kollegen geplant haben, wissen wir anderen auch nur in Ansätzen und sind natürlich gespannt wie ein Flitzebogen, was sich da der Einzelne hat einfallen lassen.

Auch sind heute in der Frühschoppen-Sendung mit unserem guten Geist der Hörbar – unserer tina – schon viele Glückwünsche von Hörern und vor allem von unserem Partnerradio Soundafair eingegangen. Die Soundis haben sich auch so richtig ins Zeug geschmissen mit Reimen und ich war ganz platt, als ich die tollen Verse in der Community las. Auch einen ganzen Einspieler mit Glückwünschen ihrer Modis an uns, haben sie zusammen gestellt und ich hatte fast etwas „Pipiwasser inne Augen“ 😀 – die Zusammenarbeit, die wir mit soundafair vor einiger Zeit angefangen haben, hat sich echt toll entwickelt und wir freuen uns, über diese tolle Kooperation. Ich denke nur daran zurück, als uns vor geraumer Zeit mal der Stream ausfiel und soundafair uns einfach für diese Zeit schnell ihren zur Verfügung stellte – oder dass wir es mittlerweile fast immer schaffen, an den Wochenenden von morgens bis in die Nacht durchzusenden, dadurch, dass wir da einfach stream-Hüpfen und wir gemeinsam das Wochenendprogramm so gestalten können. Danke auch an dieser Stelle an alle Modis und Verantwortlichen von soundafair für die Zusammenarbeit und auf noch viele schöne Jahre gemeinsam.

Dann lass ich mich heute mal von dem abwechslungsreichen Programm meiner Mitmodis unterhalten und hoffe ich schaffe es bei der Hörerschaft auch, während meiner Sendezeit. Bei Pepper hege ich ja heute schon so einwenig den Verdacht, dass er wieder Versprecher zusammengeschnippselt hat und uns unsere Unzulänglichkeiten und Verhaspler mal wieder „vorhält* – in seiner immer charmanten Art. Jedenfalls bin ich gespannt – und ich bin ja gerne dankbares Opfer für solche Einspieler 😀

Wir würden uns an dieser Stelle sehr freuen, wenn vielleicht der eine oder andere noch-nicht-Hörer auch mal bei uns reinhört oder sich auch in den Hörbar-Chat verirrt. Vielleicht können wir Euch mit unserer locker-flockigen Art ja überzeugen, dies auch öfter mal zu tun. Man muss sich ja gar nicht aktiv als Hörer beteiligen (wobei wir uns freuen, wenn man das tut), einfach einschalten und reinhören und sich von der Musik und den Modis unterhalten lassen. Ich weiss für mich jedenfalls, dass ich heute vorwiegend Radio höre (F1 und das Eishockey-Spiel der Schweizer heute gegen die Slowakei kann ich auch auf  mute guggen und dazu gute Musik hören 🙂 )

Ich wünsch euch allen einen schönen Sonntag und vielleicht bis bald mal bei uns in der Hörbar 😉

Energiesparlampen – die Giftbombe bei uns zuhause

heute muss ich mich doch mal richtig auskotzen…. oder so 😀

Wenn ich mir so gewisse Entwicklungen auf dieser Welt anschaue, fühle ich mich ja schon des öfteren richtig gehend verarscht – von der Politik, von den „Grossen“ dieser Welt und von immer wieder – für mich –  unsinnigen Verordnungen der EU. Seien es Tomaten, die auf gewisse Grössen gezüchtet werden, weil sie so besser zu verkaufen sind – sei es die x-te Überarbeitung der deutschen Sprache in Form von Rechtschreibreformen oder wie in meinem heutigen Fall die Verordnung der Energiesparlampen.

Schon als diese auf den Markt kamen, dachte ich: Sind die jetzt alle balla-balla? Ich muss eine herkömmliche Glühbirne, die ich im Hausmüll problemlos entsorgen kann, gegen eine Giftbombe mit Quecksilber-Inhalt austauschen? – das kann doch nicht deren Ernst sein…. aber genau so ist es – es ist EU-Verordnung, dass die herkömmlichen Glühbirnen abgeschafft werden und wir auf die Energiesparlampen zurück greifen müssen (oder auch nicht – weil ich hab viel durch Halogen ersetzt). Schon damals malte ich mir als Mutter das Szenario aus, was passieren würde, wenn dann im Kinderzimmer bei spielenden Kindern mal so eine Birne zu Bruch geht und fand das schon in der blossen Vorstellung schauderlich. Dann kam diese Woche ein Bericht im TV – nein, nicht auf den sensationsheischenden Privatsendern, im öffentlich-rechtlichen TV – über einen 4-jährigen Jungen, bei dem im Zimmer eine brennende Energiesparlampe zerbrach und daraufhin das Quecksilber verdunstete und letztendlich das gesamte Haus über geraume Zeit unbewohnbar machte, weil die Quecksilberbelastung auf über das 20fache gestiegen war in der Raumluft. Dieser Junge ist seit dieser Zeit in ärztlicher Behandlung aufgrund einer Vergiftung mit eben Quecksilber. Erst konnte man ihm die Haare büschelweise wegnehmen, mittlerweile ist er ganz kahl und die Ärzte tun ihr Möglichstes, dass das Kind irgendwann wieder normal leben kann. Mir als Mutter hat das Herz geblutet, dies zu sehen.  http://www.diagnose-funk.org/technik/energiesparlampen/vorsicht-beim-bruch-von-energiesparlampen.php  http://www.daserste.de/ttt/beitrag_dyn~uid,jwekp4na8t5cvw8c~cm.asp

Wie kommen die „da oben“ auf solch irrwitzige Gedanken, uns in den eigenen 4 Wänden zu vergiften? Denn auch eine nicht brennende Energiesparlampe setzt bei Bruch sofort giftige Dämpfe frei – weil Quecksilber schon bei Zimmertemperatur verdampfen kann – und Quecksilber ist nunmal ein hochgiftiges Schwermetall. Auch denke ich, werden genügend mit der Entsorgung überfordert sein und genauso sorglos mit den Energiesparlampen umgehen, wie früher mit den Glühbirnen und diese im Hausmüll entsorgen. Die Folgen ganz generell von einer Nutzung des Quecksilbers birgt weitaus mehr Gefahren als nur der Bruch zuhause. Da wären die Entsorgung – Recycling von Quecksilber ist teuer, also wird es lieber in Kalkminen mit anderem Giftmüll entsorgt – oder es gelangt über Nichtwissen in den Hausmüll und irgendwann einmal auf diesem Wege auch ins Grundwasser. Genauso wie die Herstellung (meist in China – super, das ist für uns ja schön weit weg, dass es uns nicht zu interessieren braucht, wenn dort die Umwelt und die Arbeiter vergiftet werden), denn auch da wird mit diesem gefährlichen Stoff gearbeitet. Aber genau das wird Pflicht laut der EU!!! Ist jemand schon mal der Irrwitz aufgefallen, dass sie das Quecksilber in unseren Fieberthermometern schon längst verboten haben (den Amalgan-Gebrauch bei Zahnfüllungen schon viel länger…), es jetzt aber massenhaft dafür bei der Sparlampenproduktion einsetzen…..

Ja – ok – die herkömmlichen Glühbirnen waren/sind Stromfresser. Aber anstatt an einer sinnvollen Alternative zu arbeiten, unterbreitet man uns stromfreundliche, länger haltbare aber hochgiftige Sparlampen. Klar wird mein Blog nichts daran ändern, genauso wenig wie die unzähligen Seiten im I-Net, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Leider wird sich dadurch nichts ändern. Wäre ja schon ab 2012 der Gebrauch von Quecksilber in der EU verboten – aber für die Lampen gilt die berühmte Ausnahme. Ich jedenfalls habe auf die Alternative mit den Halogen-Birnen zurück gegriffen. Die sparen zwar nicht soviel, sind aber immerhin ungiftig. Und wer solche giftigen Energiesparlampen im Haushalt hat – äusserste Vorsicht bei Bruch einer solchen. Wie man genau damit umgeht, wird hier in der Mediathek gezeigt und allein die Ausstattung erinnert einen an einen Giftalarm der schlimmsten Sorte von Theo und  Maite: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1477952/Gefaehrliche-Energiesparlampen-#/beitrag/video/1477952/Gefaehrliche-Energiesparlampen-

Wie gesagt, ich hab mich schon bei so manchem verarscht gefühlt – aber da hat man uns so ein richtiges Ei gelegt. Und so musste ich mir heute darüber einfach mal den Frust etwas von der Seele schreiben.